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Super: Leichtathleten der WKIII Mixed holen Ticket für Berliner Bundesfinale

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Die WKIII Mixed-Mannschaft der Leichtathleten hat sich den Landesmeistertitel geholt und vertritt NRW beim Bundesfinale in Berlin. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Superleistung.

„Unser Tag“

Wie in den vergangenen fünf Jahren hatte sich auch 2025 die Mixed U 16 Mannschaft für das Landesfinale der Leichtathleten in Duisburg qualifiziert. Die Erwartungshaltung und auch der Respekt vor den gegnerischen Schulen war groß, denn die 12 Athlet*innen zogen als Zweitplatzierte in den Wettkampf und galten durch die Platzierungen in den letzten fünf Jahren (2 x 3. Platz; 3 x 2. Platz) wieder als Anwärter*innen auf einen Podestplatz.

Doch an diesem Donnerstag sollte alles anders laufen, … denn es war „unser Tag“!

Der Wettkampftag mit sieben zu absolvierenden Disziplinen startete mit der 4×75 m Staffel. Die Anspannung ist im Vorfeld immer besonders groß, da es für die Staffel doppelte Punkte gibt. In den vergangenen Jahren ist es immer mal wieder vorgekommen, dass ein Staffelstab hingefallen ist, ein Wechselraum überlaufen wurde oder ein Athlet/eine Athletin gestürzt ist. Die dadurch verlorenen Punkte sind bei der hohen Leistungsdichte in den restlichen sechs Disziplinen nur sehr schwer aufzuholen.

Die erste Staffel, bestehend aus Julian, Noemi, Kira und Lukas, hatte ihre Nerven und den Staffelstab im Griff und landete mit nur 7 hundertstel Sekunden Rückstand auf das Landrat Lucas Gymnasium Leverkusen auf dem 2. Platz.

Die Pflicht war damit geglückt. Im Anschluss folgte nahezu zeitgleich der Ballwurf und der Weitsprung.

Im Ballwurf übertraf Noemi ihre Bestweite aus der Qualifikation um 6,5 m. Sie verbesserte sich auf 54,50 m und sicherte unserer Mannschaft damit den Sieg. Lukas übertraf seine Bestweite aus der Qualifikation gleich um 10 m und wurde mit 62 m Dritter.

Der Weitsprung der Jungen wurde zur „One-Man-Show“ von Julian. Er sprang nicht nur nahezu einen Meter weiter als die restliche Konkurrenz, sondern er verbesserte seine erst kürzlich aufgestellte Bestweite nochmals und landete bei 6,40 m. Nele und Carlotta taten sich mit dem wechselnden Wind etwas schwer. So blieb Nele an diesem Tag unter ihren Möglichkeiten, aber Carlotta erzielte eine gute Weite. Nach den guten Ergebnissen stand die FALS nach drei Disziplinen zum ersten Mal auf Platz eins der Gesamtwertung.

Anschließend stand Hochsprung an, doch zuerst kam der angekündigte Regen und verzögerte den Start. Trotz dieser schwierigen Bedingungen übersprang Carlotta sicher die 1,40 m. Noemi schaffte das Kunststück, sich um 12 cm auf 1,48 m zu verbessern. Auch mit dieser Leistung gewann sie die Mädchenkonkurrenz. Julian merkte man die Anstrengung seiner vorherigen Disziplinen, Weitsprung und Staffel noch an. Mit den übersprungenen 1,68 m blieb er zwar unter seinen Möglichkeiten, gewann aber trotzdem den Hochsprung der Jungen. Damit konnten wir unsere Führung vor unserem stärksten Konkurrenten, dem Besselgymnasium aus Minden, weiter ausbauen.

Ohne Pause ging es weiter zum 75 m Sprint. Kira und Nele liefen beide gute Zeiten und Kira schaffte es auf Rang drei. Noch besser lief es für Kilian und Lukas. Beide siegten in ihren Läufen. Am Ende gewann Lukas mit seiner Zeit und hielt unsere Mannschaft weiterhin auf Platz eins.

Vor den abschließenden beiden Disziplinen Kugelstoßen und 800 m gab es mit der Siegerehrung der Para-Sportler*innen eine kurze Pause in unserem Wettkampf. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierte Mannschaft ungefähr 200 Punkte. Aber sicher waren wir damit noch nicht.

Anneke und Frieda kamen nur sehr schwierig in den Kugelstoß-Wettkampf. Der Druck, den ersten Platz halten zu wollen, die mittlerweile hohen Temperaturen und der lange Tag machten sich bemerkbar. Frieda beendete den Wettkampf nach dem zweiten Versuch vorzeitig, um sich vollkommen auf den abschließenden 800 m-Lauf zu konzentrieren. Anneke hielt dem Druck stand und schaffte im dritten Versuch eine persönliche Bestweite. Bei den Jungen dominierten Simon und Emil die Kugelstoßkonkurrenz. Emil belegte mit seiner besten Weite Rang 2, denn Simon stieß noch mal fast 2 Meter weiter und gewann den Wettkampf mit 12,35 m deutlich.

Vor den entscheidenden beiden 800 m Läufen betrug unser Vorsprung fast 250 Punkte.

Zuerst lief Frieda ein taktisch kluges Rennen. Sie hielt sich immer im Windschatten der anderen Athletinnen und hatte die Läuferinnen aus Minden und Bünde Platz 2 und 3 in der Gesamtwertung immer im Blick. So lief sie nah an ihre persönliche Bestzeit heran und hatte im Ziel nur 2 Sekunden Rückstand auf die Siegerin.

Phil musste für den leider verletzen Luis einspringen und machte seine Sache sehr gut. Der Athlet vom Besselgymnasium hatte sich vorgenommen, uns den Sieg noch streitig zu machen und ging die erste Runde sehr schnell an. Phil ließ sich davon nicht beirren und konnte auf der zweiten Runde Boden gut machen. Im Ziel hatte er zwar 10 Sekunden Rückstand, der Sieg war uns aber nicht mehr zu nehmen.

Mit dieser unglaublichen Leistungssteigerung von mehr als 300 Punkten zur Qualifikation war dieser Wettkampf ganz eindeutig „unser Tag“: Unsere Athlet*innen schafften es nach 11 Jahren zum ersten Mal wieder, sich für das Bundesfinale in Berlin zu qualifizieren.

Mit jeder Trainingseinheit vor dem Wettkampf sah man, wie sehr die Schüler*innen mehr und mehr zu einem Team wurden. Die gegenseitige Unterstützung und Motivation wurde auch in Duisburg von den Trainer*innern anderer Schulen positiv bemerkt. „Was hast du für eine tolle Truppe am Start!“ war nur ein Kommentar.

Wir gratulieren allen Athletinnen und Athleten:

Kira Bernau, Nele Birkhof, Noemi Kamen, Carlotta Klimpel, Frieda Milosev, Anneke Schmitz, Phil Heppel, Lukas Hertzberg, Emil Ingelberg, Kilian Krings, Julian Löcher und Simon Soßnitza, ganz herzlich zu diesem Erfolg!

Ausdrücklich bedanken möchten sich die beiden Trainer Sebastian Thelen (SLC) und Peter Keufen (FALS) bei Rike Reher, Janette Busch und Josie Wegmann, die als Betreuerinnen unsere Athlet*innnen während der Qualifikation und den Landesmeisterschaften motiviert und unterstützt haben. Vielen Dank.

Für das Bundesfinale drücken wir euch die Daumen.

[Peter Keufen]