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Wasser, Flügel, Physik: Unsere Rakete hebt ab – fast! Ein Bericht vom 25. Freestyle-Physics-Wettbewerb in Duisburg

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Seit zwei Monaten sprudelt es bei uns im wahrsten Sinne des Wortes vor Ideen – in der Quarks&Co-AG dreht sich jetzt alles um den Bau und das Tuning von Wasserraketen. Das Ziel: Physik zum Anfassen, Experimentieren mit Auftrieb, Druck und Flugzeit. Und nicht zuletzt: Die Teilnahme am Freestyle-Physics-Wettbewerb an der Universität Duisburg-Essen.

Am 4. Juli 2025 war es dann so weit. Mit viel Enthusiasmus reisten Arne Tröster, Samuel Ropke und Till Niepenberg zusammen mit ihrem betreuenden Lehrer Niklas König zu diesem außergewöhnlichen Physik-Wettkampf, bei dem Kreativität und Technik aufeinandertreffen.

Unsere Rakete, gestartet per Seilzug von einer selbstgebauten Startrampe, sollte möglichst lange in der Luft bleiben. Drei Konzepte standen zur Auswahl: ein automatischer Fallschirm, Heliumballons für zusätzlichen Auftrieb oder große Tragflächen für den Gleitflug. Nach intensiver Diskussion und einigen Rückschlägen – der Fallschirm war zu ungenau, die Ballons zu empfindlich – fiel die Wahl auf die Flügelvariante: ein Nur-Flügel-Design mit stromlinienförmigem Profil.

Die Generalprobe? Fiel dem Zeitdruck zum Opfer. Getestet wurde nur die Rakete ohne Tragflächen – mit rund fünf Sekunden Flugzeit. Beim Wettbewerb wagten wir den Sprung ins kalte Wasser und starteten mit montierten Flügeln. Doch die Flugbahn hatte eigene Pläne: Nach einem kurzen, geraden Steigflug bog die Rakete abrupt ab – Richtung Publikum. Die Flugzeit blieb unter den Erwartungen, aber der Lerneffekt war enorm. Denn die Flugbahn konnte durch das Flügelprofil erklärt werden.

Trotzdem: Die drei Schüler präsentierten ihre Überlegungen souverän vor der Jury, die Resonanz war durchweg positiv – und die Atmosphäre unter den vielen jungen Tüftlerinnen und Tüftlern inspirierend. Eins ist sicher: Das war nicht unser letzter Raketenstart. Im nächsten Jahr fliegen wir vielleicht nicht nur höher, sondern auch ein ganzes Stück länger.