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Halbfinale weiterhin möglich – Niederlage im Krimi gegen Kroatien 22:26 (11:13)

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Am dritten Turniertag stand für Team Deutschland das wohl wichtigste Spiel der Vorrunde an: Gegen Kroatien ging es um den Einzug ins Halbfinale – und damit um die Chance, um die Medaillen mitzuspielen. Schon beim Aufwärmen war klar, wie groß die Herausforderung werden würde: Die körperliche Überlegenheit der zwei Jahre älteren kroatischen Mannschaft war deutlich sichtbar. Doch die FALS-Jungs waren bereit, alles in dieses Spiel zu investieren.


Erste Halbzeit – Rückschlag und großer Kampf

Kroatien startete mit viel Tempo und körperlicher Präsenz in die Partie und ging früh in Führung. Deutschland musste sich zunächst in das intensive Spiel hineinfinden, ließ sich jedoch nicht abschütteln. Besonders Niklas Tom Winkler und Henri Holz hielten die FALS in den Anfangsminuten mit wichtigen Treffern im Spiel, während der Rückstand meist zwischen zwei und drei Toren pendelte.

Dann der Schockmoment in der 10. Minute:

Abwehrchef Niklas Tom Winkler musste verletzt den Platz verlassen und konnte nicht weiterspielen. Ein herber Rückschlag für die Defensive – plötzlich musste sich das Team neu sortieren.

Doch statt einzubrechen, rückte die Mannschaft enger zusammen. Mit großem Einsatz, Leidenschaft und Teamgeist kämpfte sich Deutschland immer wieder zurück in die Partie. Zur Halbzeit lag Kroatien knapp mit 13:11 vorne – alles war noch möglich.


Zweite Halbzeit – Auszeit, Comeback und pure Dramatik

Auch nach der Pause erwischte Kroatien den besseren Start und zog zwischenzeitlich auf fünf Tore davon. Das Spiel drohte zu kippen – doch dann folgte der Wendepunkt.

Auszeit Deutschland.

Trainer Christoph Rath fand die richtigen Worte – und die Wirkung war sofort sichtbar.

Die Abwehr stellte sich neu ein: Im Innenblock schlossen Lou Albert, Moritz Fink und Lukas Hertzberg nun konsequent die Lücken. Dahinter wuchs Torhüter Ahmet Tüfekci mit starken Paraden über sich hinaus und hielt sein Team im Spiel.

Mit jeder gelungenen Aktion kam die Energie zurück. Tor um Tor kämpfte sich Deutschland heran – und dann der Moment, der die Halle elektrisierte: Zehn Minuten vor Schluss ging Deutschland mit 17:16 in Führung.

Was für ein Comeback!


Schlussphase – ein Krimi bis zur Sirene

Die letzten Minuten wurden zu einem echten Handball-Krimi. Deutschland kämpfte um jeden Ball, verkürzte immer wieder und arbeitete sich mehrfach bis auf einen Treffer heran. Die Spannung war greifbar, jede Aktion wurde lautstark begleitet.

Doch immer, wenn das Spiel zu kippen drohte, fand Kroatien eine Antwort. Auch einige strittige Schiedsrichterentscheidungen machten es zusätzlich schwer, die Führung zurückzuerobern.

Deutschland warf in den Schlussminuten alles nach vorne, ging ins Risiko und suchte die Wende – doch Kroatien verwaltete den knappen Vorsprung clever und setzte sich erst ganz am Ende auf vier Tore ab.

Am Ende stand eine bittere 22:26-Niederlage auf der Anzeigetafel.


Stolz trotz Niederlage

Auch wenn der Traum vom Halbfinale knapp verpasst wurde, zeigte die Mannschaft eine unglaubliche Leistung. Kampfgeist, Zusammenhalt und Leidenschaft waren in jeder Minute spürbar.

Dreh- und Angelpunkt des Spiels war Linas Fischer, der im Aufbau die Fäden zog, seine Mitspieler immer wieder in Szene setzte und defensiv wichtige Ballgewinne verbuchte.

Diese Niederlage tut weh – doch sie zeigt auch, wie stark dieses Team ist.


Statistik Deutschland (Tore)

Tüfekci, Albert (2), Czerwien (0), Eidmann (0), Fischer (4), Fink (0), Heinrichs (0), Hertzberg (8/2), Holz (5), La Mendola (0), Schneider (0), Schwarz (0), Tischinger (0), Winkler (3).

Ab jetzt werden die Spiele über ISF TV gestreamt:

https://tv.isfsports.org/page/62f64724d7221da527278eda

[Daniel Certa]