Wie können Schulen junge Menschen besser auf eine Zukunft vorbereiten, in der Kreativität, Problemlösefähigkeit und innovative Ideen immer wichtiger werden? Mit genau dieser Frage beschäftigten sich kürzlich Lehrkräfte aus ganz Deutschland beim ersten Präsenztreffen der sogenannten „Critical Friends“ der Deutschen Telekom Stiftung. Im Mittelpunkt stand dabei die Weiterentwicklung der neuen „Toolbox 2.0“, einer Sammlung kreativer Methoden und Unterrichtswerkzeuge für Schulen. Mit dabei: die Friedrich-Albert-Lange-Schule Solingen.
Die FALS arbeitet seit einiger Zeit gemeinsam mit der Deutschen Telekom Stiftung an Konzepten zur Förderung kreativer Kompetenzen im Unterricht. Ein wichtiger Ausgangspunkt dieses Entwicklungsprozesses war bereits der pädagogische Tag im November 2025 in Altenberg, an dem sich über 140 interne und externe Lehrkräfte intensiv mit kreativen Unterrichts- und Lernformaten auseinandersetzten. Die Workshopreihen wurden von Malte Ernst gemeinsam mit der Deutschen Telekom Stiftung entwickelt und durchgeführt. Die dabei entstandenen Konzepte und Methoden werden inzwischen weiter professionalisiert und sollen künftig auch bundesweit an anderen Schulen eingesetzt werden.
Im anschließenden Follow-up-Prozess an der FALS reflektierten Lehrkräfte ihre ersten Praxiserfahrungen, entwickelten kreative Unterrichtsideen weiter und arbeiteten gemeinsam an konkreten Bausteinen für ein Kreativitätscurriculum. Dabei wurde deutlich: Kreativität ist keine Kompetenz, die nur in Kunst oder Projektarbeit eine Rolle spielt, sondern kann gezielt auch in Mathematik, Naturwissenschaften, Sprachen oder Gesellschaftslehre gefördert werden.
Unterstützt wird dieser Prozess unter anderem durch den Austausch mit Till Hasbach, Entwickler des Kreativitätsspiels „MoonshotEdu“. Gemeinsam werden kreative Tools, Methoden und Unterrichtsansätze erprobt. Gleichzeitig arbeitet Malte Ernst zusammen mit der Deutschen Telekom Stiftung an der Weiterentwicklung der „Toolbox 2.0“. Beim aktuellen Treffen der „Critical Friends“ in Bonn standen nun insbesondere die praktische Weiterentwicklung kreativer Tools sowie die Frage im Mittelpunkt, wie Kreativität noch stärker und systematischer im Fachunterricht verankert werden kann.
An der FALS entstand dazu inzwischen ein eigenes schulisches Entwicklungsteam, das langfristig daran arbeitet, kreative Denk- und Arbeitsweisen systematisch in Fachunterricht, Projekte und Schulentwicklung zu integrieren. Ziel ist es, Lernräume zu schaffen, in denen Schüler:innen mutig denken, Verantwortung übernehmen, eigene Ideen entwickeln und kreative Lösungen für komplexe Herausforderungen finden können.
Neben der Entwicklung innovativer Ideen geht es dabei auch um die Förderung selbstständigen Lernens. Schüler:innen sollen lernen, eigenverantwortlich zu arbeiten, Probleme zusammen kreativ zu lösen und eigene Lernwege zu entwickeln. Gleichzeitig spielt auch die emotionale und soziale Lösungskreativität eine wichtige Rolle: Wie gehe ich mit Unsicherheiten um? Wie entwickle ich gemeinsam mit anderen tragfähige Lösungen? Und wie kann Schule Räume schaffen, in denen neue Perspektiven, Mut und Zusammenarbeit entstehen?
Kreativität ist keine Fähigkeit, die nur wenige Menschen besitzen. Sie ist eine Kompetenz, die gezielt gefördert werden kann und in Zukunft immer wichtiger wird. Unser Ziel ist es, an der FALS Lernräume zu schaffen, in denen junge Menschen mutig denken, ausprobieren, scheitern und neue Ideen entwickeln dürfen.

