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Kulturprogramm zum Sommeranfang: Wenn die Stadt zum Lern- und Kulturraum wird

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Wenn sich im Juni die Straßen, Plätze und Schaufenster von Wald in Bühnen, Galerien und Begegnungsorte verwandeln, ist die Friedrich-Albert-Lange-Schule mittendrin und zeigt ihr breites kulturelles Spektrum von Kunst, Musik und Theater. Rund um die diesjährigen Walder Theatertage am 19. und 20. Juni 2026 beteiligt sich die FALS mit einem vielfältigen kulturellen Programm und zeigt eindrucksvoll, wie Schule über ihre eigenen Mauern hinauswirken kann.

Die Walder Theatertage haben sich längst zu einem überregional beachteten Kulturfestival entwickelt. Beim Internationalen Straßentheaterfest wird der gesamte Walder Ortskern zur Open-Air-Bühne. Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt präsentieren Akrobatik, Theater, Musik und Performancekunst unter freiem Himmel. In diesem Jahr steht das Festival unter dem Motto einer „Künstlerischen Begegnung mit Frankreich“, und die Stresemannstraße verwandelt sich erstmals in ein lebendiges „Montmartre“ voller Kunst, Kultur und Genuss. 

Kunst im öffentlichen Raum

Bereits vom 15. bis 30. Juni präsentiert die FALS die Ausstellung „Fensterschau“. Arbeiten aus dem Kunstunterricht werden in den Schaufenstern teilnehmender Walder Geschäfte zu sehen sein. Damit verlassen die Werke den geschützten Raum des Klassenzimmers und treten in einen direkten Dialog mit den Menschen im Stadtteil.

Genau darin liegt eine besondere Lernchance: Schülerinnen und Schüler erfahren, dass Kunst nicht nur für Noten entsteht, sondern Öffentlichkeit erreichen, Gespräche anregen und das Stadtbild prägen kann.

Montmartre auf der Stresemannstraße

Ein weiterer Höhepunkt ist die Beteiligung der FALS an der neuen Kunst- und Genussmeile auf der Stresemannstraße. Zwischen Staffeleien, Straßenkunst und internationalen Künstlerinnen und Künstlern entsteht für zwei Tage ein Hauch von Paris mitten in Wald. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Arbeiten dort nicht neben Gleichaltrigen, sondern in einem Umfeld professioneller Kunstschaffender. 

Diese unmittelbare Nachbarschaft von professioneller Kultur und künstlerischem Nachwuchs macht den besonderen Reiz des Festivals aus: Junge Talente erleben hautnah, wie Kunst und Theater im öffentlichen Raum wirken, und können von erfahrenen Künstlerinnen und Künstlern lernen.

Bühne frei für Voices und den DuG-Kurs

Am 20. Juni wird die FALS auch auf den Bühnen des Festivals vertreten sein. Der Schulchor Voices bringt seine musikalische Arbeit in das Festivalprogramm ein. Darüber hinaus präsentiert ein Darstellen-und-Gestalten-Kurs des 7. Jahrgangs seine Bewegungsperformance „Visionen“.

Für die Jugendlichen bedeutet dies eine besondere Erfahrung: Sie treten nicht vor einem vertrauten Schulpublikum auf, sondern vor Besucherinnen und Besuchern eines internationalen Kulturfestivals. Solche Auftritte stärken Selbstvertrauen, Kreativität und die Erfahrung, Teil des kulturellen Lebens einer Stadt zu sein.

Ausstellung der Q2 im Stadtteilmanagement

Auch die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase II präsentieren ihre Arbeiten außerhalb der Schule. Im Stadtteilbüro des Stadtteilmanagements Wald an der Friedrich-Ebert-Straße werden ausgewählte Werke ausgestellt.

Das Stadtteilmanagement versteht sich als Ort der Begegnung, Beteiligung und Vernetzung im Stadtteil Wald. Die Ausstellung der Oberstufenschülerinnen und -schüler zeigt, wie kulturelle Bildung und Stadtteilarbeit zusammenwirken können. Kunst wird so zum Teil eines lebendigen Gemeinwesens. 

Theater von Kindern für Kinder

Ein besonderes Zeichen für die Verbindung von Nachwuchs und Erfahrung setzt das Grundschultheaterfest am 16. Juni um 11.40 Uhr im Pädagogischen Zentrum der FALS.

Der Veranstaltungsort liegt unmittelbar am Festivalgeschehen rund um den Walder Schlauch. Hier begegnen sich die jüngsten Theatermacherinnen und Theatermacher und die große Welt der darstellenden Kunst auf besonders unmittelbare Weise. Kinder erhalten eine Bühne, auf der sie ihre Kreativität zeigen können, während sie gleichzeitig erleben, was professionelles Theater ausmacht.

Gerade diese Nähe von „klein“ und „groß“, von ersten Bühnenerfahrungen und internationalem Kulturfestival, macht den pädagogischen Wert der Veranstaltung aus. Wer heute als Grundschulkind erste Theaterluft schnuppert, kann morgen vielleicht selbst auf den großen Bühnen stehen.

Kultur als Lernchance

Die zahlreichen Beiträge der FALS zeigen, wie moderne Schule Bildung versteht: nicht als Lernen ausschließlich im Klassenraum, sondern als aktive Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.

Die Walder Theatertage bieten dafür ideale Bedingungen. Hier treffen professionelle Künstlerinnen und Künstler aus vielen Ländern auf junge Menschen, die ihre eigenen kreativen Wege suchen. Hier wird die Stadt selbst zum Lernort. Und hier erleben Schülerinnen und Schüler, dass ihre Stimmen, Ideen, Bilder und Aufführungen Bedeutung haben – weit über die Schule hinaus.

Die FALS freut sich darauf, gemeinsam mit den Walder Theatertagen zu zeigen, wie lebendig kulturelle Bildung sein kann: mitten im Stadtteil, mitten im Leben und mitten in einer Gemeinschaft, die Kultur als gemeinsame Aufgabe versteht.

[REHE]