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FALS-Schülerinnen beim MINT-Camp am Heiligen Meer

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Naturwissenschaften nicht nur im Unterricht kennenlernen, sondern selbst beobachten, untersuchen und erforschen: Diese besondere Gelegenheit erhielten die FALS-Schülerinnen Ruth Sharvit (8D) und Isabella Karkosch (8A) während der Sommerferien. Sie wurden ausgewählt, an einem mehrtägigen Feriencamp im Naturschutzgebiet Heiliges Meer teilzunehmen.

Eine Teilnahme an diesem Camp steht dabei nicht allen Schulen offen: Das Angebot richtet sich gezielt an Schulen, die dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC und/oder dem Netzwerk MINT-Schule NRW angehören. Die Friedrich-Albert-Lange-Schule verfügt hier über eine besondere Stellung: Sie ist die einzige Schule in Nordrhein-Westfalen, die zugleich MINT-EC-Schule und zertifizierte MINT-Schule NRW ist. Damit eröffnen sich für die Schüler:innen der FALS immer wieder besondere außerschulische Möglichkeiten, ihre MINT-Interessen und -Talente weiterzuentwickeln.

Gemeinsam mit Schüler:innen anderer MINT-Schulen beschäftigten sich Ruth und Isabella intensiv mit der Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebiets. In kleinen Gruppen wurde geforscht, beobachtet und an eigenen Projekten gearbeitet. Wie die beiden die Woche erlebt haben, berichten sie am besten selbst:

Eine besondere Woche im Naturschutzgebiet Heiliges Meer

In den Sommerferien hatten wir die besondere Möglichkeit, an einem Feriencamp im Naturschutzgebiet Heiliges Meer teilzunehmen. Wir wurden von unserer Schule, der Friedrich-Albert-Lange-Schule, dafür ausgewählt. Anders als bei einer normalen Klassenfahrt waren wir dort nicht mit unserer ganzen Klasse oder der gesamten Schule. An dem Feriencamp nahmen Schülerinnen und Schüler aus dem 6. und 7. Jahrgang teil. Von unserer Schule durften wir beide (Ruth Sharvit und Isabella Karkosch) als Schülerinnen aus dem 7. Jahrgang mitfahren.

Das Feriencamp war außerdem etwas Besonderes, weil dort nicht nur Schülerinnen und Schüler unserer Schule teilnahmen. Auch andere Schulen waren dabei. Von jeder Schule kamen jeweils nur zwei Kinder, sodass insgesamt eine eher kleine Gruppe entstand. Dadurch lernten wir schnell viele neue Kinder kennen und konnten gemeinsam eine abwechslungsreiche Woche erleben. Für uns war es interessant, einmal mit Schülerinnen und Schülern aus anderen Schulen zusammenzuarbeiten und neue Freundschaften zu schließen.

Während der Woche beschäftigten wir uns sehr viel mit der Natur und den Tieren in der Umgebung des Heiligen Meeres. Dafür wurden wir in drei verschiedene Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hatte einen eigenen Schwerpunkt. Es gab eine Käfergruppe, eine Botanikgruppe und eine Seegruppe.

In der Käfergruppe ging es vor allem um verschiedene Tiere, Käfer und andere Insekten. Die Teilnehmenden beschäftigten sich damit, welche Kleintiere im Naturschutzgebiet leben und wie man sie beobachten und bestimmen kann. Dabei konnten die Teilnehmenden der Gruppe viele interessante Tiere entdecken und mehr über ihre Lebensweise erfahren.

Die Botanikgruppe beschäftigte sich dagegen mit den Pflanzen. Dort lernten die Teilnehmenden verschiedene Pflanzenarten kennen und erfuhren mehr darüber, welche Bedeutung Pflanzen für das Ökosystem haben. Die dritte Gruppe war die Seegruppe, in der wir waren und uns mit dem Heiligen Meer und den Lebewesen im und am Wasser beschäftigten.

Wir waren selbst mit Booten auf dem Heiligen Meer unterwegs. Dabei konnten wir die Natur aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen. Besonders spannend war es, die Tiere auf und am Wasser zu beobachten. Wir haben dabei unter anderem viele Wasserläufer gesehen. Diese kleinen Tiere können sich auf der Wasseroberfläche bewegen, ohne unterzugehen. Da wir so viele davon beobachten konnten, beschäftigten wir uns auch genauer mit ihnen in unserem Projekt.

Jede und jeder von uns musste ein eigenes Projekt auswählen, das wir gemeinsam mit einem Partner oder alleine bearbeiteten. Dabei konnten wir uns ein Thema aussuchen, das uns besonders interessierte. In unseren jeweiligen Gruppen konnten wir selbstständig Informationen sammeln, Beobachtungen machen und unser Projekt bearbeiten. So konnten wir nicht nur etwas über die Natur und die Tiere lernen, sondern auch üben, selbstständig zu arbeiten und unsere Ergebnisse mit anderen zu teilen.

Neben den verschiedenen Naturprojekten gab es auch viele praktische Aktivitäten. Zum Beispiel hatten wir einen Kurs, in dem wir Vogelhäuser beziehungsweise Nistkästen bauten. Dabei mussten wir genau arbeiten und darauf achten, dass die Kästen später für Vögel geeignet sind. Es war schön zu sehen, dass wir mit unseren eigenen Händen etwas herstellen konnten, das Tieren zugutekommen kann.

Besonders außergewöhnlich war die Sonnenfinsternis, die wir während unseres Aufenthalts beobachten konnten. So ein Ereignis erlebt man schließlich nicht jeden Tag. Gemeinsam konnten wir dieses besondere Naturschauspiel beobachten und uns darüber austauschen. Auch nachts gab es etwas Besonderes zu sehen. Bei klarem Himmel konnten wir Sternschnuppen beobachten.

Zum Abschluss gab es außerdem einen Tag mit unseren Eltern, an dem wir ihnen unsere Erlebnisse und Projekte – in unserem Fall unser Projekt über den Wasserläufer – vorstellen konnten. Wir konnten zeigen, was wir während der Woche gelernt und gemacht hatten, und unseren Eltern von unseren Erfahrungen im Feriencamp erzählen.

Insgesamt war die Woche im Naturschutzgebiet Heiliges Meer für uns eine besondere und abwechslungsreiche Erfahrung. Wir konnten viel über die Natur und Tiere lernen, neue Menschen kennenlernen und viele interessante Dinge ausprobieren. Besonders schön war, dass wir die Natur nicht nur aus Büchern oder dem Unterricht kannten, sondern sie direkt vor Ort erforschen und erleben konnten. Die Mischung aus Naturforschung, eigenen Projekten, praktischen Aktivitäten und gemeinsamen Erlebnissen machte das Feriencamp für uns zu einer Woche, an die wir uns noch lange erinnern werden.