

Ein weiterer Schwerpunkt des Jugend forscht-Konzeptes ist die Professionalisierung durch gezielte Einbindung von Kooperationspartner aus Forschung und Wirtschaft aus dem regionalen MINT-Bildungsnetzwerk der FALS. Für jedes Projekt prüfen wir die inhaltliche Passung des jeweiligen Projektthemas mit Unternehmen und Lehrstühlen der Universitäten aus der Region und knüpfen den Kontakt für die Projektgruppen. Daraus ergeben sich für unsere Schüler:innen und unsere Arbeit folgende Chancen:
- wissenschaftlichen Austausch mit Hochschulpartnern
- Fehlerdiskussion und Lösungsorientierung aus wissenschaftlicher Perspektive
- Wissenschaftspropädeutisches Arbeiten wird gefördert
- Professionelle Labornutzung über die schulischen Möglichkeiten hinaus
- Finanzielle Unterstützung durch Partner aus der Wirtschaft
- Berufsorientierung für Schüler:nnen und Erstkontakt zu potenziellen Ausbildungs- und Studienplätzen
- Schüler:innen präsentieren die Ergebnisse bei den Kooperationspartnern aus der Wirtschaft und stärken somit ihre Präsentationskompetenzen
- Jeder Kontakt führt zu einem Ausbau des Kooperationsnetzwerkes und vereinfacht die Kooperation bei zukünftig folgenden Projekten
- Partner aus Forschung und Wirtschaft wollen schulische Kooperationen im MINT-Bereich verstärkt fördern
In den letzten Jahren wurden unsere Jugend forscht – Projekte u.a. unterstützt durch das Institut für Produktinnovationen der Universität Wuppertal, dem Lehrstuhl für neue Fertigungstechnologien (Wuppertal), dem Lehrstuhl der Chemie-Didaktik (Wuppertal), der Universität Duisburg-Essen, der TU Dortmund, der TU München, der Universität Halle-Wittenberg der Firma Hedinger und der Firma Aricon. Im Jahr 2018 konnte zusätzlich das Unternehmen innogy für ein Projekte als Kooperationspartner gewonnen werden.
Darüber hinaus nutzen wir auch unsere internen Ressourcen durch Kooperationen zwischen den MINT-Fächern und über die Fächergrenzen hinaus. Zur Umsetzung eines Projekts in den klassischen Naturwissenschaften nutzen wir Know-how und Hardware aus den Fachbereichen Technik und Informatik. Die technische Umsetzung eines Experiments mithilfe eines 3D-Druckers und die Programmierung einer entsprechenden Analyse-Software spielen dabei eine wichtige Rolle.
Neben einer hohen jährlichen Teilnahmequote, den meiste Projektarbeiten aller Schulen des Bergischen Städtedreiecks und zahlreichen Platzierungen sowie Sonderpreisen in den letzten Jahren erreichte die FALS 2020, 2021, 2023 und 2024 den 1.Platz auf Regionalebene bei Jugend forscht und qualifizierte sich somit für das NRW-Landesfinale.
Alle Arbeiten werden der Schulgemeinde nach dem Wettbewerb durch eine interne Ausstellung präsentiert. Damit möchten wir die Wahrnehmung und Wertschätzung für die Arbeit unserer Jungforscher:innen erhöhen sowie weitere Schüler:innen für Jugend forscht begeistern.
Regionalsieger:innen Jugend forscht der FALS
2020 Louis Stein – Künstliche Intelligenz zur Bewertung von Gendefekten (Mathematik/Informatik)
2021 Marc Heitzer, Catharina Trautmann und Josephine Zimmermann – Was schützt am besten vor Viren? (Biologie)
2023 Marc Heitzer und Catharina Trautmann – Hanfbeton – eine Alternative zu Sandbeton (Arbeitswelt)
2024 Marc Heitzer – Hanfbeton 2.0 – Der Ausweg aus der Sandkrise (Arbeitswelt)
2025 Aleksandra Danilko und Noah Schwamborn – EmiLock (Technik)
2025 Isabella Steinbrück, Anna Ida Hauke und Delia Schulz – Optimales Pflanzenwachstum mit dem Mykorrhiza-Pilz 2.0 (Biologie)
Erfolge beim NRW-Landesfinale Jugend forscht
2023 Sonderpreis Ressourceneffizienz – Marc Heitzer und Catharina Trautmann: Hanfbeton – eine Alternative zu Sandbeton (Arbeitswelt)
2024 3.Platz Umwelt – Marc Heitzer: Hanfbeton 2.0 – Der Ausweg aus der Sandkrise (Arbeitswelt)
Jugend forscht – Talentklasse
Voraussetzungen zur Teilnahme
- Hohes Interesse an naturwissenschaftlichen Fragen und Projekten. (Forscher-Gen)
- gute bis sehr gute Leistung im Schulunterricht.
- Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein beim Nacharbeiten der verpassten Unterrichtsinhalte.
- Empfehlung durch die Zeugniskonferenz.
- Zielgruppe: Schüler:innen der Klassen 5-EF
Aufnahmeprozess
- Erfolgt über Empfehlungen der Fachleher:innen.
- In Absprache mit Klassenlehrer:innen und Eltern, erhält der/die Schüler:in ein Angebot zur Teilnahme an der Talentklasse.
- Ein Vertrag hält die verbindliche Teilnahme, Rechte und Pflichten zwischen allen Beteiligten fest.
Ablauf
- Dreimal in der Woche für 65 Minuten wird die Jugend forscht Talentklasse vormittags angeboten.
- Die Schüler:innen nehmen in dieser Zeit nicht am Kernunterricht teil.
- Die Teilnahme an der Talentklasse ist wie am Fachunterricht verpflichtend.
- Die Absprache mit Fach- und Klassenlehrer:innen hinsichtlich anderer Verpflichtungen erfolgt dabei hoch flexibel.
- Die Schüler:innen arbeiten individuell oder in der Kleingruppe an ihrem eigenen wissenschaftlichen Projekt.
Vorteile
- Die Schüler:innen erhalten die Möglichkeit an ihren individuellen Projekten während der Schulzeit zu arbeiten.
- Die Schule bietet den Schüler:innen zeitliche, räumliche und finanzielle Ressourcen.
- Vernetzung der Projekte mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft.
- Arbeiten mithilfe projektorientierter Unterrichtsmethoden, Design Thinking und kreativen Tools.
- wissenschaftspropädeutische Entwicklungsförderung.
- Prozessorientierung beim Aufbau wissenschaftlicher Kompetenzen über einen langen Zeitraum.
- Entwicklung von Präsentationskompetenze und Kompetenzen zum Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten.
- Förderung von Selbstvertrauen in das eigene Können im MINT-Bereich.
- Spezifische Vertiefung von individuellen Interessen in den MINT-Fächern. (Förderung intrinsischer Motivation)
Interview mit Malte Ernst zur Jugend forscht-Projektarbeit
Unsere Schüler:innen bei Jugend forscht 2020
Impressionen Jugend forscht an der FALS

























































































Entwicklung Jugend forscht – Konzept
Malte Ernst
m.ernst@fals-solingen.de
