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Sportförderkonzeption im Solinger Modell – von der Kita bis ins Berufsleben

Seit dem Beschluss der Weiterentwicklung der Sportförderkonzeption der NRW-Sportschule in Solingen 2011 arbeiten seit über 15 Jahren alle Kooperationspartner, Sportkoordinator:innen und Mitarbeiter:innen der NRW-Sportschule mit viel Herzblut und Freude konsequent und erfolgreich daran den Standort Solingen als Vorzeigeprojekt für regionale Talentsichtung, Talententwicklung und Talentförderung bis hin zur Spitze zu schärfen.

Die Hauptziele der NRW-Sportschule sind es, ein „Solinger Modell“ zur Förderung des Leistungssports zu etablieren, mehr Kinder emotional an den Sport zu binden und die sportliche und schulische Leistung im Rahmen der dualen Karriere (Leistungssport und Bildung) bestmöglich zu fördern.

Nachweislich zeigt sich im Durchschnitt bei Sportler:innen und Leistungssportler:innen eine verbesserte Lernbereitschaft und -befähigung sowie eine ausgeprägtere Selbstorganisation und Disziplin hinsichtlich persönlicher Ziele. Sollten die schulischen Leistungen aufgrund der Doppelbelastung nachlassen, greifen insbesondere in den höheren Stufen Strukturen zur Unterstützung der schulischen Laufbahn und Laufbahnberatungen, um den individuell höchsten Schulabschluss zu sichern. Um sowohl die schulische als auch die leistungssportliche Entwicklung zu begleiten, betreut je ein:e Sportkoordinator:in (Ansprechpartner) die Athlet:innen einer Stufe von Jahrgang 5 bis 10 individuell.

Die Förderung des Leistungssports an der NRW-Sportschule Solingen wird durch eine pädagogische Konzeption begleitet. Die Kooperation mit den umliegenden Schulen beinhaltet im Grundschulbereich neben der Doppelbesetzung des Sportunterrichts und Sportmotoriktestungen im zweiten Schuljahr eine Konzeption zur sportlichen Vielseitigkeit, das über die Arbeit des Grundschulathletiktrainers besonders auf das Rekrutieren neuer Talentressourcen zielt. Im Bereich der weiterführenden Schulen wird daran gearbeitet Athletenberatungen für den individuell zielführendsten Standort zu optimieren und den Quereinstieg in NRW-Sportschulen für alle Kaderathlet:innen in allen Klassenstufen, insbesondere in der Oberstufe mit entsprechenden Qualifikationen, zu ermöglichen.

Ein sportartenbezogenes Sportcurriculum mit einem schulinternen Konzept der Leistungsüberprüfung stärkt insbesondere die Schwerpunktsportarten Handball, Badminton, Fechten und Leichtathletik. Dabei wird der Lehrplan der Sportklassen durch ein gezieltes Konzept des Athletiktrainers und ein Konzept zur Persönlichkeitsentwicklung akzentuiert.

Ab Jahrgang 8 können sich besonders talentierte Athlet:innen (Talentkriterien), aus allen Klassen der Schule, für ein sportartenbezogenes Leistungsfrühtraining qualifizieren und damit ihr individuelles Trainingspensum deutlich erhöhen. Die Trainingsqualität sichern A- und B-Trainer der Kooperationsvereine sowie der Athletiktrainer der NRW-Sportschule. Das Training der Schulmannschaften u. A. in AGs am Nachmittag mündet in jährlichen Wettkämpfen im Rahmen von Jugend trainiert für Olympia.

In der gymnasialen Oberstufe haben die Leistungssportschüler:innen die Möglichkeit Sport als Abiturfach und darüber hinaus das Leistungsfrühtraining als Projektkurs zu belegen. In enger Zusammenarbeit der Sportkoordination mit den Strukturen der Berufsberatung der Schule werden Kaderathlet:innen individuell hinsichtlich ihrer Berufswahl sehr engmaschig beraten. In der Weiterentwicklung befinden sich Kooperationen und Konzepte für die systematische Anbindung an Einrichtungen, die den Leistungssport durch Freistellungen o. Ä. unterstützen.

Weiter im Ausbau befindet sich auch das Konzept zur medizinischen Betreuung der Kaderathlet:innen. Neben der stabilen und jahrelangen Kooperation mit dem Sportmedizinischen Zentrum, wurden eigeninitiativ seitens der Sportschule Strukturen für die psychologische und physiotherapeutische Betreuung während des Vormittagstrainings und darüber hinaus geschaffen.

An zwei Tagen in der Woche können Leistungssportler

In Kooperation mit dem Stadt- und Landessportbund wurden zudem über Jahre hinweg zahlreiche Strukturen geschaffen, von denen alle Schüler:innen von der NRW-Sportschule profitieren und teilhaben können, hierunter fallen u. A.:

  • Sporthelferausbildung im WPII-Fach „Sport und Gesundheit“
  • ÜL-C-Trainer-Ausbildung als Projektkurs in der Q1
  • Sportabzeichenabnahmen im Sportunterricht
  • Sportangebote in den Mittagspausen
  • Vielseitiges Sport-AG Spektrum im Ganztag
  • Jahrgangsstufenturniere von Stufe 5 bis 10
  • Sportfest mit Sponsorenlauf

Die enge Verzahnung im Verbund von Schule und Verein sorgt für eine hohe Qualität an der NRW-Sportschule. Sportkoodinatoren/innen (Ansprechpartner) sorgen in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern der Sportschule für eine nachhaltige Qualitätssicherung der Konzeption.